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Thinkwise Function-Point-Analyse nach ISO/IEC 25986 zertifiziert

Thinkwise Function-Point-Analyse nach ISO/IEC 25986 zertifiziert

KI schreibt Code schneller als je zuvor. Doch wie viel nutzbare Funktionalität entsteht dabei tatsächlich? Die Thinkwise-Plattform misst genau das – automatisch und in Function Points. AgileBenchmark hat das Messverfahren unabhängig geprüft und nach dem neuen internationalen Standard ISO/IEC 25986 zertifiziert. Damit beruhen Aufwandsschätzungen, Angebote und Aussagen zur Produktivität auf nachvollziehbaren, überprüfbaren Zahlen.

Die Zertifizierung umfasst die Zähllogik in der Thinkwise Software Factory, die die Function-Point-Analyse (FPA) durchführt. Sie ermittelt automatisch den funktionalen Umfang einer Anwendung, also wie viel Funktionalität diese bereitstellt. Grundlage ist die Methode Nesma Easy Functional Sizing (EFS), die im Juli 2026 als internationaler Standard ISO/IEC 25986 übernommen wurde. Damit steht ein standardisierter, herstellerneutraler Maßstab zur Verfügung.

Softwareleistung objektiv messen und vergleichen

Der funktionale Umfang wird so zu einer Kennzahl, mit der sich Softwareentwicklung gezielt steuern lässt. Produktivität, Kosteneffizienz und Umsetzungsgeschwindigkeit werden messbar, für einzelne Projekte ebenso wie für das gesamte Anwendungsportfolio.

Entscheidungen lassen sich dadurch auf vergleichbare Zahlen stützen. Das hilft bei der Budgetplanung, beim Vergleich der Leistungsfähigkeit von Entwicklungsteams und bei Verträgen, deren Vergütung sich an der gelieferten Funktionalität orientiert.

„KI verändert, wie schnell sich Code schreiben lässt. Für unsere Kunden ist jedoch entscheidend, welchen Nutzen dieser Code tatsächlich liefert“, sagt Arie Versluis, Strategic Product Manager bei Thinkwise. „Mit dieser Zertifizierung können wir belegen, wie leistungsfähig unser modellgetriebener Entwicklungsansatz ist: Er liefert einen hohen funktionalen Mehrwert bei möglichst wenig Code, der kontrolliert und gewartet werden muss.“

Unabhängige Prüfung mit transparenten Ergebnissen

„Thinkwise hat uns beauftragt, die FPA-Zähllogik gründlich auf den Prüfstand zu stellen“, sagt Harold van Heeringen, CEO von AgileBenchmark. „Dabei haben wir zwei Bereiche identifiziert, in denen ein vollständig automatisiertes Verfahren von einer strengen Auslegung des Nesma-Standards abweicht. Wir haben Thinkwise aufgefordert, beide Abweichungen offenzulegen. Genau diese Transparenz macht eine Zertifizierung aussagekräftig: Die zugrunde liegenden Zahlen lassen sich überprüfen.“

Was bedeutet das für Unternehmen im DACH-Raum?

Für Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz bietet die international standardisierte Messmethode eine nachvollziehbare Grundlage, um den funktionalen Umfang ihrer Anwendungen zu bestimmen. Zusammen mit Aufwands- und Kostendaten lässt sich damit besser beurteilen, wie wirtschaftlich Software entwickelt und weiterentwickelt wird. Das unterstützt die Budgetplanung, die Bewertung von Modernisierungsprojekten und den Vergleich von Entwicklungsleistungen.

 

Über Nesma EFS und ISO/IEC 25986

Easy Functional Sizing (EFS) ist eine vereinfachte Methode zur Function-Point-Analyse, die von Nesma, der niederländischen Vereinigung für Softwaremetriken, entwickelt wurde. Sie misst den funktionalen Umfang von Software anhand von drei Funktionstypen: logischen Datenbeständen, externen Eingaben und externen Ausgaben.

Am 27. Juli 2026 wurde EFS als internationaler Standard ISO/IEC 25986 veröffentlicht. Damit steht Unternehmen eine standardisierte, herstellerneutrale Methode zur Messung des funktionalen Softwareumfangs zur Verfügung.

Über AgileBenchmark

AgileBenchmark ist ein unabhängiges niederländisches Beratungsunternehmen, das Organisationen dabei unterstützt, agile Softwareentwicklung und Low-Code-Entwicklung objektiv und datenbasiert zu bewerten. Zu den Schwerpunkten gehören Benchmarking, Function-Point-Analyse, Aufwandsschätzung und Vertragsmodelle, die sich an den gelieferten Ergebnissen orientieren.

Gegründet wurde das Unternehmen von Dr. Harold van Heeringen. Er verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung mit IT-Kennzahlen, der Messung von Softwareentwicklung und Aufwandsschätzungen. Er ist Präsident von Nesma und Vorstandsmitglied der International Software Benchmarking Standards Group (ISBSG).