Geschäftskritische Anwendungen zukunftssicher weiterentwickeln
THINKWISE ENTWICKLUNGSPLATTFORM
KI-gestützt. Modellgetrieben. Für professionelle Entwickler.
geschäftskritische Kernsysteme
Legacy-Systeme sind das Rückgrat vieler Unternehmen. Sie steuern zentrale Geschäftsprozesse - etwa in ERP, Produktion, Logistik oder Lagerverwaltung - und sind tief in die Abläufe der Organisation integriert. Viele dieser Anwendungen sind über Jahre oder Jahrzehnte gewachsen. Sie bilden wertvolle Geschäftslogik und unternehmenskritische Prozesse ab.
Gleichzeitig verändern sich Technologien, Integrationsanforderungen und Sicherheitsstandards kontinuierlich. Dadurch entsteht für viele Unternehmen die Herausforderung, bestehende Anwendungen technologisch zu modernisieren, ohne bewährte Prozesse zu verlieren.
Die zentrale Frage lautet daher nicht mehr, ob Legacy-Systeme modernisiert werden müssen sondern welche Modernisierungsstrategie langfristig tragfähig ist.
Was sind Legacy-Systeme?
Studienergebnisse Legacy-Modernisierung*
Für mehr als 72 %
der Studienteilnehmer hat die Modernisierung geschäftskritischer Systeme höchste Priorität
40 %
der Legacy-Systeme sind individuell entwickelte Anwendungen
Mehr als 60 %
betrachten auch relativ
neue Anwendungen bereits als Legacy
*Studie Legacy-Modernisierung 2024 von CIO, CSO und Computerwoche
Die Entscheidung zur Modernisierung von Legacy-Anwendungen entsteht selten aus einem einzelnen Anlass. In der Praxis kommen meist mehrere Faktoren zusammen, die über die Zeit den Handlungsdruck erhöhen.
Viele Legacy-Systeme basieren auf Programmiersprachen, Entwicklungsumgebungen oder Architekturen, die nicht mehr aktiv weiterentwickelt werden. Monolithische Strukturen, proprietäre Benutzeroberflächen oder fehlende API-Fähigkeit erschweren Innovation und Integration.
Bestehende Anwendungen arbeiten funktional stabil, aber sie sind häufig nicht für moderne Cloud-Architekturen und flexible Skalierung ausgelegt.
Moderne IT-Landschaften basieren zunehmend auf offenen Schnittstellen, APIs und eventgetriebenen Architekturen. Legacy-Systeme wurden jedoch oft für isolierte Systemlandschaften entwickelt und lassen sich nur mit erheblichem Aufwand integrieren.
Neue Standards für Sicherheit, Datenschutz und Governance lassen sich in historisch gewachsenen Architekturen häufig nur eingeschränkt umsetzen.
Fachkräfte mit Erfahrung in älteren Technologien werden immer seltener, was Wartung, Weiterentwicklung und Betrieb zusätzlich erschwert.
Diese Entwicklungen führen dazu, dass viele Unternehmen ihre bestehenden Anwendungen modernisieren müssen – nicht weil sie funktional unzureichend sind, sondern weil ihre technologische Grundlage zum Risiko wird.
Die entscheidende Herausforderung besteht darin, eine für das Unternehmen passende Modernisierungsstrategie zu wählen. In der Praxis haben sich dafür unterschiedliche Modernisierungsstrategien etabliert.
Modernisierung von Legacy-Systemen
Technische Migration
(Rehost, Replatform, Refactor, Rearchitect)
Ziel: Bestehende Anwendung anpassen, Infrastruktur modernisieren.
Problem: Die strukturelle Architektur bleibt bestehen - technologische Abhängigkeiten bleiben erhalten.
Einführung von Standardsoftware
(COTS)
Ziel: Alte Individualsoftware durch Standardlösung ersetzen.
Problem: Individuelle Prozesse gehen verloren oder führen zu teuren Anpassungen. Stark angepasste Standardsysteme werden zur neuen Legacy.
Komplett neu entwickeln
(Rebuild)
Ziel: Neuentwicklung auf moderner Technologie.
Problem: Hoher Aufwand, Big-Bang-Risiko - und auch neue Technologien werden wieder veralten.
neue Legacy-Systeme erzeugen
Viele Modernisierungsstrategien ersetzen Technologien, lösen aber nicht das grundlegende Problem technologischer Alterung.
Alle klassischen Ansätze teilen ein Muster: Geschäftslogik und Technologie sind eng miteinander gekoppelt. Wenn Technologien veralten, muss die Anwendung erneut migriert, angepasst oder sogar vollständig neu implementiert werden. Das führt zu einem wiederkehrenden Modernisierungszyklus aus Transformationsprojekten - statt zu einer dauerhaft beherrschbaren Architekturstrategie. Drei zentrale Konsequenzen:
Modernisierung ersetzt Technologie: Viele Projekte erneuern Plattformen oder Frameworks, ohne die grundlegende Kopplung von Geschäftslogik und Technologie zu verändern.
Technologische Alterung bleibt unvermeidbar: Auch neue Technologien haben einen Lebenszyklus - ohne strukturelle Entkopplung entstehen erneut Modernisierungsprojekte.
Modernisierung wird zum Dauerprojekt: Statt kontinuierlicher Weiterentwicklung entstehen wiederkehrende Rebuild- oder Migrationszyklen.
Modellgetriebene Legacy-Modernisierung
Das zentrale Problem vieler Modernisierungsstrategien ist die enge Kopplung von Geschäftslogik und Technologie. Wenn sich Technologien verändern, müssen Anwendungen häufig erneut angepasst oder sogar neu implementiert werden.
Der Thinkwise-Ansatz verfolgt deshalb ein anderes Prinzip: Anwendungen werden so modernisiert, dass Geschäftslogik und technologische Plattform voneinander entkoppelt werden. Auf dieser Grundlage lassen sich bestehende Anwendungen strukturell transformieren und langfristig weiterentwickeln.
Trennung von Geschäftslogik und Technologie
Statt Anwendungen neu zu programmieren, werden sie
- in ein technologieunabhängiges Modell überführt,
- strukturell transformiert und
- von UI, Infrastruktur und Service-Tier entkoppelt.
Geschäftslogik bleibt erhalten – Technologie wird austauschbar.
Upcycling statt Rebuild
Mit dem Thinkwise Upcycler werden:
- Datenmodelle automatisiert analysiert
- Metadaten extrahiert
- Geschäftslogik transformiert
- Strukturen in ein zentrales Metamodell überführt
Ergebnis:
- Schnellere Transformation
- Geringeres Projektrisiko
- Erhalt bewährter Prozesse
- Kein funktionaler Bruch
Technology-as-a-Service
Thinkwise stellt Technologie als Service bereit:
- UI-Technologien werden aktualisiert
- Service-Tier wird modernisiert
- Sicherheitsstandards werden angepasst
- Deployment-Optionen bleiben flexibel
Die Geschäftslogik bleibt im Modell erhalten, während die zugrunde liegende Technologie kontinuierlich aktualisiert wird.
Der Betrieb der modernisierten Anwendung wird dadurch:
✔ planbar
✔ kontrollierbar
✔ zukunftssicher
| Strategie | Erhalt der Geschäftslogik | Projektrisiko | Rebuild-Zyklen | Technologische Weiterentwicklung |
| Technische Migration | hoch | gering bis mittel | bleiben bestehen | begrenzt |
| Standardsoftware (COTS) | gering | mittel | entstehen neu | abhängig vom Anbieter |
| Neuentwicklung (Rebuild) | gering | hoch | entstehen erneut | zeitlich begrenzt |
| Thinkwise | hoch | gering | werden vermieden | Technologie wird plattformseitig aktualisiert |
Thinkwise verfolgt einen strukturierten Weg zur Modernisierung von Anwendungen: Transformieren - Optimieren - Beschleunigen (TOA)
Dabei werden bestehende Anwendungen zunächst in die Thinkwise-Plattform überführt. Auf dieser technologisch modernen Basis können sie anschließend schrittweise optimiert und kontinuierlich weiterentwickelt werden.
Modernisierung wird damit nicht nur zu einem einmaligen Transformationsprojekt, sondern zu einer langfristigen Fähigkeit, Anwendungen kontrolliert weiterzuentwickeln.
Legacy-Modernisierung bezeichnet die strukturelle Erneuerung bestehender geschäftskritischer Anwendungen, um sie technologisch, architektonisch und organisatorisch zukunftssicher zu machen.
Nicht zwingend. Rebuild-Projekte sind aufwendig und erzeugen neue Technologieabhängigkeiten. Nachhaltiger ist ein Ansatz, der Geschäftslogik von Technologie entkoppelt.
Ja. Bei der modellgetriebenen Modernisierung können große Teile der bestehenden Datenstrukturen und Geschäftslogik analysiert, transformiert und in die modernisierte Anwendung übernommen werden. Dadurch bleiben bewährte Prozesse erhalten und Modernisierungsprojekte lassen sich deutlich beschleunigen.
Voraussetzung ist jedoch, dass der Zugriff auf vorhandenen Custom Code möglich ist. In jedem Modernisierungsprojekt muss daher geprüft werden, in welchem Umfang Geschäftslogik im Quellcode vorliegt und wie diese technisch zugänglich und transformierbar ist.
Schnell und zukunftssicher